SOS-Kinderdorf

Enstand in den Jahren 80-82 aus einem Waisenhaus, dessen haitianischer Leiter sich an SOS mit der Bitte um Hilfe wandte. In der Nähe des intern. Flughafens gelegen, ist dieses Dorf durch die von SOS initiierte Infrastruktur ( Straße, Elektrizität, Wasserversorung, Telefon etc.) Keimzelle für eine sich ausbreitende Urbanisierung geworden. Lebten anfangs nur Kleinbauern in der Umgebung des Dorfes, so hat sich die Einwohnerzahl mehr als verzwanzigfacht, jedoch ohne entsprechende Ausweitung der Infrastruktur. Eine Verslumung der Zone ist die Folge, mit all ihren negativen Auswirkungen auch auf die pädagogische Arbeit im Kinderdorf.
14 Familienhäuser beherbergen derzeit 140 Kinder im Alter zwischen 1 und 18 Jahren und der öffentliche, dorfeigene Kindergarten ist mit über 90 Kindern überbelegt. Die Nachfrage ist groß, ist den auswärtigen Kinder dann doch automatisch einer der begehrten Plätze in der Hermann Gmeiner Schule sicher. Die jetzt neunklassige Grund- und Hauptschule ist mit 319 Schülern ausgelastet und arbeitet ganztägig, vormittags Unterricht in den klassischen Fächern und am Nachmittag Kurse in Fremdsprachen, Musik, Tanz, Zeichnen, Maschinenschreiben, Informatik etc.